Dressing With 30 Pieces: Frühling/Sommer Capsule Wardrobe

Wie bereits erwähnt, habe ich meinen Kleiderschrank massiv reduziert. Meine Garderobe für den Frühling und Sommer dieses Jahres besteht aus 30 Teilen inklusive drei Paar Schuhen und sieht so aus:

spring_summer_2015_capsule_wardrobe

Wie habe ich meine Capsule Wardrobe erstellt?

Angefangen hat alles damit, dass ich im Internet vom Project333 gelesen habe. Die Grundregeln des Projekts besagen, dass man sich aus seinem gesamten Kleiderschrank eine 33-teilige Garderobe – eine sogenannte Capsule Wardrobe –  zusammenstellen soll, die einen eine Jahreszeit lang begleitet. Zu den 33 Kleidungsstücken zählen auch Schmuck und Accessoires wie Taschen. Alle anderen Kleidungsstücke werden eingelagert. Mit dem Beginn einer neuen Jahreszeit holt man die weggepackten Kleidungsstücke wieder hervor und stellt eine neue Capsule Wardrobe zusammen.

Folglich fing ich an, mir die perfekte Garderobe für eine Saison bestehend aus 33 Teilen zu erstellen. Doof nur, dass mir anscheinend so einige Teile für den perfekten Kleiderschrank fehlten. Also verfiel ich in mein altes Muster und begann die vermeintlich fehlenden Kleidungsstücke in diversen Onlineshops ausfindig zu machen und bestellte sie. Insgesamt gab ich in diesem Monat mehr Geld für Kleidung aus als normalerweise.

Es dämmerte mir, dass mein Vorgehen unsinnig war

Irgendwann dämmerte es mir, dass mein Vorgehen unsinnig ist. Anstatt dem einen perfekten Kleidungsstück, das in meiner Vorstellung meine Garderobe vervollständigen würde, suchte ich nach der perfekten Garderobe.

Also gab ich diese Methode auf. Stattdessen analysierte ich das Problem. Warum war ich von der Idee einer Capsule Wardrobe so begeistert und von meinem Kleiderschrank nicht? Die Antwort war naheliegend. Weil die Bilder der Capsule Wardrobes, die ich im Internet fand, aus Kleidungsstücken bestand, die miteinander harmonierten und somit gut zu kombinieren waren und die Trägerinnen sich darin anscheinend sehr wohl fühlten. Mein Kleiderschrank dagegen bestand aus einem Wirrwarr an verschiedenen Stilen und Trends, denen ich in den vergangenen Jahren nachgeeifert war. Vieles gefiel mir nicht mehr oder ließ sich nicht gut mit dem Rest kombinieren.

Ich reduzierte meinen Kleiderschrank

Der nächste logische Schritt war rigoros auszumisten. Da gerade die wärmeren Jahreszeiten bevor stand, kümmerte ich mich zunächst um meine Frühlings- und Sommergarderobe. Die Winterkleidung packte ich in eine Box und wird teilweise nächsten Herbst dran glauben müssen. Jedenfalls prüfte ich jedes Sommerkleidungsstück daraufhin, ob es schon lange nicht mehr getragen habe oder es aus irgendeinem Grund nicht gerne trug. War dies der Fall, musste das Stück weichen. Nach einigen Entrümplungsdurchgängen war mein Schrankinhalt auf eine überschaubare Menge geschrumpft.

Meine neue Garderobe überblickend fiel mir auf, dass ich all meine Sommerröcke und Shorts aussortiert hatte. Diese erschienen mir mit ihren bunten Farben und oft knappen Schnitten zu jugendlich und waren einfach nicht mehr ich. Da ich nicht vorhatte den Sommer in meinen zwei gebliebenen Jeans zu verbringen, kaufte ich mir zwei schwarze Röcke mit unterschiedlichen Schnitten, die zu all meinen Oberteilen kombinierbar und sogar im Herbst noch tragbar waren.

Ich trage meine Capsule Wardrobe nun schon seit diesem Frühling und werde in einem künftigen Post darüber berichten, wie es mir damit geht für meine Verhältnisse so wenig Kleidung zu besitzen. Auf meinem neuangelegten Instagram-Account werde ich darüber hinaus einige Outfits teilen, die ich aus meinen 30 Kleidungsstücken zusammenstelle.

One thought on “Dressing With 30 Pieces: Frühling/Sommer Capsule Wardrobe

  1. Der Kleiderschrank ist jetzt schon seit Jahren meine schwerste Prüfung. Ich kann so unglaublich schwer Sachen wegwerfen, die nicht mehr so richtig für die Öffentlichkeit oder das Büro geeignet sind. So werden T-Shirts immer schnell zu „Schlaf-T-Shirts“ und olle Hosen zu „Haushosen, Gartenhosen, Malerhosen“. Diese Blockade sitzt tief, aber ich bin dran, kann aber noch immer nicht (und will es auch nicht) noch wirklich gute Sachen wegwerfen. Ich habe also auch eine Kiste im Schrank mit all den Sachen, die eigentlich zu viel sind. Das wird noch spannend in den nächsten Monaten. Da bin ich selbst noch gespannt wo der Weg mich hinführt. Entsprechend bin ich gespannt wie es bei dir verläuft. Also bitte auch darüber berichten. Einen lieben Gruß, Marco

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