Zeitverschwendung Internet

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Wir schreiben das Jahr 1998.

Mein zwölfjähriges Ich sitzt an seinem Schreibtisch und zeichnet Outfits für eine erträumte eigene Modekollektion angelehnt an die Bühnenoutfits der Spice Girls.

An anderen Tagen nutzte ich meine Freizeit, um Bücher zu lesen oder eigene Geschichten zu schreiben. Um Musik zu hören, zu singen, mir Choreografien auszudenken, eigene Lieder zu schreiben und mir einen Namen für mein erstes Musikalbum zu überlegen.

Ich konnte es kaum erwarten erwachsen zu werden und meine Träume zur Realität werden zu lassen.

Jahr für Jahr vergingen und irgendwann kam der Tag an dem meine Geschwister und ich den langersehnten internetfähigen Computer zu Weihnachten geschenkt bekamen.

Sind wir alle kaufsüchtig?

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Ich bin kaufsüchtig. Sagte zumindest meine Mutter all die Jahre, seitdem ich mein eigenes – kleines – Geld verdiente und das ständig in billige Kleidung von H&M und Konsorten eintauschte.

Kaufsüchtig – ich?

Nie im Leben. Kaufsüchtig waren für mich die Menschen, die man in den Fernsehreportagen sah. Die mit drei Bügeleisen, zwei Toastern, sechs Pfannen und zwanzig Töpfen. Kaufsüchtig waren die Menschen, die von den gleichen Gegenständen mehr horten, als man in einem Haushalt nutzen konnte und trotzdem weiter kauften. Menschen, die nicht der Sache wegen, sondern des Kaufens willen kauften!

Ich dagegen kaufte keine unnützen Sachen, die ich nicht brauchte, sondern Mode! Wenn ich mir ein neues T-Shirt kaufte, dann war das nicht einfach das fünfzigste T-Shirt in meinem Kleiderschrank. Sondern ein ganz besonderes Kleidungsstück, das ich zumindest so noch nicht hatte.

Muss Minimalismus öko sein?

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Als ich begann mich näher mit dem Thema Minimalismus zu beschäftigen und nach entsprechenden Blogs im Internet suchte, wurde ich ständig damit konfrontiert, dass Menschen nicht nur versuchten mit weniger Besitz zu leben, sondern ihren Besitz und ihr Konsumverhalten möglichst nachhaltig gestalten wollten. Wenig Minimalismus-Blogs kommen ohne Beiträge über nachhaltigen Konsum aus. Es wird auf Plastik und tierische Produkte verzichtet, das Auto verkauft und stattdessen Fahrrad gefahren, nur noch Bio und Fair-Trade gekauft sowie das Deo und andere Kosmetik- und Haushaltsprodukte selbst hergestellt.

Als Minimalistin noch grün hinter den Ohren stellte sich mir irgendwann die Frage, ob Minimalismus öko sein musste? Muss ich meinen gesamten Konsum auf Nachhaltigkeit umstellen, um mich als Minimalistin bezeichnen zu können?

Als Minimalistin noch grün hinter den Ohren stellte sich mir irgendwann die Frage, ob Minimalismus immer öko sein musste? Muss ich meinen gesamten Konsum auf Nachhaltigkeit umstellen, um mich als Minimalistin bezeichnen zu können?

Der Optimierungswahn unserer Gesellschaft

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Ich lese gerade ein Buch. Es heisst „Die Perfektionierer: Warum der Optimierungswahn uns schadet – und wer wirklich davon profitiert“ von Klaus Werle. Ob ich das Buch wirklich empfehlen würde, weiß ich nicht. Mir scheint als wiederhole sich der Autor ständig und verpasse es dabei, tiefer in die Materie einzudringen. Das Thema allerdings, den Optimierungswahn unserer Gesellschaft, finde ich sehr interessant und beunruhigend zugleich.

Finde deine Leidenschaft [Teil 1]: Warum fehlt vielen Menschen die Leidenschaft?

Photo by jil111 via pixabay.com

Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und das ich dir gerne näher bringen möchte, ist das Ausleben deiner Leidenschaften. Vielleicht hast du deine Leidenschaft bereits gefunden und kannst dich in ihr beruflich betätigen. Wenn dies so ist, gratuliere ich dir sehr und freue mich für dich. Vielleicht geht es dir aber auch so wie mir vor kurzem noch und wohlmöglich wie den meisten Menschen und du arbeitest nur des Geldes wegen in einem ungeliebten Job, in dem du schon montags die Tage bis zum Wochenende zählst.