Kindheitserinnerungen wieder aufleben lassen: Ernährung

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Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, kommen mir sofort die regelmäßigen Mahlzeiten in den Sinn, die meine Mutter täglich zubereitete. Zumindest eine Mahlzeit täglich bestand aus einem warmen Gericht, das aus frischen Zutaten gekocht wurde. Ohne Maggi Fix, ohne Miracoli und Konsorten.

Meine Mutter war den heutigen Alnatura-Hipstern eine Zeit voraus.

Mit Vorliebe kaufte sie Bio-Produkte aus unserem lokalen Naturkostladen. So gab es bei uns Amarathmüsli anstatt Kelloggs, Vollkornnudeln anstatt hellen Spaghetti und Samba-Brotaufstrich anstatt Nutella.

Naschereien und Fast Food wie McDonalds, Pizza und Döner waren selten und damit etwas Besonderes. Was habe ich mich über eine vom kleinen Taschengeld gekaufte Schokolade gefreut, die ich nicht verschlungen, sondern zelebriert habe.

Rückblickend hört sich das richtig idyllisch an.

Zeitverschwendung Internet

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Wir schreiben das Jahr 1998.

Mein zwölfjähriges Ich sitzt an seinem Schreibtisch und zeichnet Outfits für eine erträumte eigene Modekollektion angelehnt an die Bühnenoutfits der Spice Girls.

An anderen Tagen nutzte ich meine Freizeit, um Bücher zu lesen oder eigene Geschichten zu schreiben. Um Musik zu hören, zu singen, mir Choreografien auszudenken, eigene Lieder zu schreiben und mir einen Namen für mein erstes Musikalbum zu überlegen.

Ich konnte es kaum erwarten erwachsen zu werden und meine Träume zur Realität werden zu lassen.

Jahr für Jahr vergingen und irgendwann kam der Tag an dem meine Geschwister und ich den langersehnten internetfähigen Computer zu Weihnachten geschenkt bekamen.

Sind wir alle kaufsüchtig?

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Ich bin kaufsüchtig. Sagte zumindest meine Mutter all die Jahre, seitdem ich mein eigenes – kleines – Geld verdiente und das ständig in billige Kleidung von H&M und Konsorten eintauschte.

Kaufsüchtig – ich?

Nie im Leben. Kaufsüchtig waren für mich die Menschen, die man in den Fernsehreportagen sah. Die mit drei Bügeleisen, zwei Toastern, sechs Pfannen und zwanzig Töpfen. Kaufsüchtig waren die Menschen, die von den gleichen Gegenständen mehr horten, als man in einem Haushalt nutzen konnte und trotzdem weiter kauften. Menschen, die nicht der Sache wegen, sondern des Kaufens willen kauften!

Ich dagegen kaufte keine unnützen Sachen, die ich nicht brauchte, sondern Mode! Wenn ich mir ein neues T-Shirt kaufte, dann war das nicht einfach das fünfzigste T-Shirt in meinem Kleiderschrank. Sondern ein ganz besonderes Kleidungsstück, das ich zumindest so noch nicht hatte.

Wie sich der Minimalismus auf mein Einkaufsverhalten ausgewirkt hat

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Vor mehr als einem Jahr habe ich begonnen mich mit dem Minimalismus zu beschäftigen, meinen überflüssigen Besitz auszumisten und auf einen bewussten Konsum zu achten. Heute will ich reflektieren, wie sich mein Lebenswandel bislang auf mein Einkaufsverhalten ausgewirkt hat.

Das Wichtigste zuerst:

Ich kaufe definitiv weniger!

Seitdem ich mit dem Entrümpeln begonnen habe, bin ich kritischer mit den Gegenständen geworden, die bei uns zuhause einziehen dürfen. Dies bezieht sich sowohl auf die Quantität als auf die Qualität potentieller Neuzugänge. Ich will vermeiden mir Gegenstände anzuschaffen, die ich in absehbarer Zeit wieder loswerden möchte. Daher kaufe ich möglichst nicht mehr sofort aus einem Impuls heraus, sondern…

Coole faire Mode: Die Winterkollektion von hessnatur

hessnatur1 OVERSIZED CARDIGAN | 2 ROLLKRAGEN-PULLOVER | 3 WINTERMANTEL | 4 LEDERTASCHE | 5 CHELSEA BOOTS | 6 STOFFHOSE | 7 PONCHO

Coole und faire Mode? Gibt’s das überhaupt? Ich dachte bisher immer, dass Kleidung entweder modern war, aber unter schlechten Bedingungen für die Näherinnen hergestellt wurde. Oder aber, dass die Kleidung zwar fair produziert wurde, dafür aber nur das Klientel bediente, das man sonst gern in Waldorfschulen antraf.

Dass die Kleidung, die ich kaufte, Zustände unterstütze, die mir eigentlich tiefst zuwider waren, wusste ich zwar, versuchte ich aber zu verdrängen. Es ging ja nicht anders, oder?

Letztes Jahr zu Weihnachten hat meine Mutter mir einen Einkaufsgutschein von hessnatur geschenkt. Der Bio-Mode-Versand war mir aus meiner Kindheit und Jugend noch wohlbekannt. Schon damals hat meine Mutter mich gern in dessen Öko-Leggings und weite Baumwollshirts in Naturfarben gesteckt, obwohl ich viel lieber den schrillen Polyester-Fummel der anderen Kinder getragen hätte.

Die Freude über den Gutschein war daher zunächst nicht allzu groß und darum wanderte er zunächst in die Schublade. Kürzlich habe ich mir das heutige Online-Sortiment von hessnatur allerdings einmal genauer angesehen und bin erstaunt. Die Kleidung sieht überhaupt nicht mehr so öko aus wie zu meinen Kindheitszeiten. Unter den fair produzierten Kleidungsstücken finden sich so einige Traumteile, die ich mir alle gut in meinem Kleiderschrank vorstellen könnte.

Besonders angetan haben es mir die schwarzen Chelsea Boots aus Leder mit dem dreieckigen Gummieinsatz. Sooooo schön! Wenn ich nicht bereits Chelsea Boots aus dem letzten Jahr hätte, wären das sicherlich meine diesjährigen Herbstschuhe geworden.

Richtig cool finde ich auch die Bundfalten-Hose aus Jerseystoff. Ich liebe ja Kleidung, die schick, aber dennoch irgendwie lässig aussieht. Die Hose gehört definitiv dazu.

Schöne und trotzdem fair produzierte Mode gibt es also doch. Manchmal muss man nur etwas nach ihr suchen. Danke, Mama, dafür dass du nicht locker gelassen hast! Die Angelegenheit hat mich dazu inspiriert in Zukunft mehr über faire, aber dennoch coole Mode berichten zu wollen.

 

Muss Minimalismus öko sein?

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Als ich begann mich näher mit dem Thema Minimalismus zu beschäftigen und nach entsprechenden Blogs im Internet suchte, wurde ich ständig damit konfrontiert, dass Menschen nicht nur versuchten mit weniger Besitz zu leben, sondern ihren Besitz und ihr Konsumverhalten möglichst nachhaltig gestalten wollten. Wenig Minimalismus-Blogs kommen ohne Beiträge über nachhaltigen Konsum aus. Es wird auf Plastik und tierische Produkte verzichtet, das Auto verkauft und stattdessen Fahrrad gefahren, nur noch Bio und Fair-Trade gekauft sowie das Deo und andere Kosmetik- und Haushaltsprodukte selbst hergestellt.

Als Minimalistin noch grün hinter den Ohren stellte sich mir irgendwann die Frage, ob Minimalismus öko sein musste? Muss ich meinen gesamten Konsum auf Nachhaltigkeit umstellen, um mich als Minimalistin bezeichnen zu können?

Als Minimalistin noch grün hinter den Ohren stellte sich mir irgendwann die Frage, ob Minimalismus immer öko sein musste? Muss ich meinen gesamten Konsum auf Nachhaltigkeit umstellen, um mich als Minimalistin bezeichnen zu können?

Ausgemistet: Wohin mit der alten Kleidung?

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Während ich meine Capsule Wardrobe für den diesjährigen Herbst und Winter zusammen stellte, habe ich mal wieder fleißig Kleidungsstücke ausgemistet. Die Anzahl der ausrangierten Kleidungsstücke ist dieses Mal zwar deutlich geringer als letztes Jahr bei meiner ersten großen Klamotten-Entrümplungsaktion, aber dennoch kam einiges zusammen.

Welche Kleidungsstücke ich ausgemistet habe und aus welchen Gründen dies geschahe, erläutere ich in diesem Artikel. Außerdem möchte ich dir mitteilen, auf welchen Wegen ich meine alte Kleidung loswerde. Viele Kleidungsstücke sind nämlich noch zu gut, um sie einfach wegzuwerfen.

Jakobsweg on a Budget (Teil 3): Der Alltag auf dem Jakobsweg

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Massenschlafsäle, Selbstverpflegung und Handwäsche. So sah der Alltag für uns als Budget-Pilger auf dem Jakobsweg aus.

Obwohl wir stets gegen 5 Uhr von dem Rucksackrascheln, Türenknallen und den Stirnlampen der Frühaufsteher geweckt wurden, blieben wir meist noch bis 6:30 Uhr im Bett liegen. Morgens ist das Bett einfach am gemütlichsten 😉 Irgendwann rafften wir uns dann zur Morgentoilette auf. Unser Frühstück nahmen wir meist – bevor wir loswanderten – in der Herberge zu uns. Es gab entweder Brot mit Käse, Marmelade oder Nutella oder Cornflakes. Die Lebensmittel kauften wir am Vortag im Supermarkt und nahmen den Rest als Reiseproviant mit auf den Weg.